basmati-universe
 
Dienstag, 14. Oktober 2008
"Lebensmenschen"
Was mir an den ersten spontanen Reaktionen zum Tod Jörg Haiders aufgefallen ist: Mehrmals wurde der Begriff "Lebensmensch" verwendet.

BZÖ-Neoparteichef Stefan Petzner sagte, Haider sei sein "Lebensmensch" gewesen, und umgekehrt habe Haider zu ihm vor kurzem gesagt, er sei auch seiner. Auch Peter Westenthaler beklagte öffentlich den Tod seines "Lebensmenschen", man darf vermuten, dass es vor rund 20 Jahren, als Westenthaler in die Politik ging, einen ähnlichen Austausch an freundschaftlichen Bekundungen gegeben hat wie nun eben bei Petzner. Und vermutlich auch bei anderen Mitarbeitern des BZÖ und der FPÖ.

Ich will das gar nicht bezweifeln, Jörg Haider war für sein engeres Umfeld mit Sicherheit eine Lichtgestalt, und dass beim BZÖ emotionale Bindungen an den Chef eine große Rolle gespielt haben, war ohnehin offensichtlich.

Eigenartig ist nur folgendes: Der Begriff stammt eigentlich von Thomas Bernhard - Hede Stavianicek war sein "Lebensmensch", auch wenn die beiden nicht wenig gestritten haben. Fakt ist jedenfalls, dass Bernhards Denke und das BZÖ so weit voneinander entfernt sind, dass man die Distanz zwischen ihnen in Lichtjahren bemessen muss. Eine sprachliche Eingemeindung wie diese sagt wohl auch etwas über das kollektive Gedächtnis in diesem Land aus. Beim Vergessen und Verbiegen sind wir nämlich Experten hier.

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Dienstag, 16. September 2008
Faustkeile mit Felgen
Durchklicken, Lotto spielen, abdüsen.
einestages.spiegel.de

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Samstag, 23. August 2008
Seilziehen: Pongo vs. Homo

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Sonntag, 17. August 2008
Turbo, Bremse, Weltrekord
"Was war das? Die größte Show, die die Welt je gesehen hat? Ein Außerirdischer? Oder der größte Betrug, den der Sport bisher erlebt hat? Größer als die Skandale um Ben Johnson, die Tour de France, das Team Telekom, das kalifornische Balco-Labor und das DDR-Dopingsystem? Fragen über Fragen."

Der Spiegel ist aus meiner Sicht das einzige deutschsprachige Medium, das den richtigen Tonfall angesichts der gestrigen extragalaktischen Sprintdemostration von Usain Bolt findet. Offene Schuhbänder, 30 von 100 Metern im lockeren Trab - und dann das: Neun-Neunundsechzig.

Was das Thema Doping betrifft, sollte man sich keine Illusionen machen (siehe Der Dealer Olympias): Sauber war hier niemand, alle acht Finalisten haben zumindest in der Trainingsphase gedopt. Andererseits ist das auch eine Form der Chancengleichheit. So gesehen sollte man Bolts historischen Lauf einfach genießen.

Mehr zu Bolt hier:
www.sportsscientists.com

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Dienstag, 12. August 2008
Moses is gone
Das ist ein August. Jetzt ist auch noch Black Moses Isaac Hayes gestorben. Ich mach es kurz und verneige mich mit Shaft, der paradigmatischen Blaxploitation-Nummer - inklusive kongenialer Bildsequenz von Gordon Parks. So cool wird Kino niemals wieder sein.



Who's the black private dick
That's a sex machine to all the chicks?
(Shaft!)
You're damn right

Who is the man
That would risk his neck for his brother man?
(Shaft!)
Can ya dig it?

Who's the cat that won't cop out
When there's danger all about
(Shaft!)
Right on

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Mehr zu Blaxpoitation gibt's z.B. hier:
www.youtube.com

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last updated: 2008.10.14, 16:47
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